Grimnitzsee
Geführte Wanderungen und Radtouren durch den Barnim

News

24.08.2007

Zum Urlaub in den Barnim

Eberswalde Sommerzeit ist Urlaubszeit. Auch in diesem Jahr zog es wieder tausende Barnimer nach Mallorca, Österreich oder Dänemark. Doch auch der Barnim hat sich mittlerweile unter vielen Urlaubern einen Namen gemacht.

Klare Seen, interessante Bauwerke und reizvolle Landschaften sind ein Grund für viele, ihren Urlaub hier zu verbringen. Die MOZ hat sich umgeschaut und mit einigen Barnim-Besuchern gesprochen.

Es ist still an diesem Augusttag in der Schorfheide nahe dem Jagdschloss Hubertusstock. Außer dem Blätter-Rauschen und Vogelzwitschern ist nichts zu hören. Auf dem Radweg nähert sich ein Gefährt, halb Fahrrad, halb Dreirad. Geduldig tritt ein Mann im Seniorenalter in die Pedalen. Neben ihm sitzt ein kleiner Junge und schaut neugierig auf die den Radweg säumenden Baumriesen " Wir haben uns das Gokart auf dem Zeltplatz am Spring ausgeliehen und wollten mal die nähere Umgebung erkunden", gibt Karl-Heinz Beyer bereitwillig Auskunft. Der Rentner aus Halle macht mit seiner Frau für eine Woche Urlaub auf dem Zeltplatz am Werbellinsee. Auch seine Tochter und Enkel Maxim (2 Jahre) sind mit dabei. "Wir sind schon öfter hier gewesen. Die Schwester meiner Frau wohnt in Joachimsthal. Die Gegend hier ist herrlich. Der Werbellinsee, die Schorfheide. Ideal zum Urlaub machen in Familie." Skeptisch blickt Maxim zu seinem Opa, so, als ob er sich über die eingetretene Pause beschweren möchte. "Er war heute schon um halb sechs wach. Da bietet sich so ein Tretmobil schon an, wenn man mal nicht so die Lust zum Laufen hat." Erwidert Opa Karl-Heinz den Blick seines Enkels.

Auch Renate Nieke und Leonhard Beulke haben die landschaftlichen Argumente des Barnim überzeugt. Mit ihren Mountainbikes machen sie Station am Askanierturm nahe Eichhorst. Mit der Digitalkamera schießt Leonhard Beulke einige Fotos des imposanten Turms. "Schön hier", sagt Renate Nieke und lächelt. Für eine Woche haben die beiden Berliner ihr Wohnmobil am Werbellinsee geparkt, um die Umgebung mit dem Rad zu erkunden. "Den Grimnitzsee und Hubertusstock haben wir schon besucht. Zufällig entdeckten wir den Hörspielbahnhof. Dort wollen wir heute Abend noch hin", berichtet Renate Nieke." Wir lieben die Ruhe. Hier ist es noch nicht so überlaufen, wie anderswo. Wir genießen das und hoffen, dass es noch eine Weile so bleibt."

30 Kilometer weiter östlich genießen Jürgen und Elisa Bosse bei Kaffe und Eis den Ausblick auf den Oderberger See. Gemeinsam mit ihren Freunden Günter und Christa Pohlmann sind sie von Angermünde nach Oderberg geradelt. In der Gaststätte "Seeblick" wird gerastet. " Wir haben schon öfter in der Gegend Urlaub gemacht. Es ist wunderschön hier. Die abwechslungsreichen Landschaften mit ihren sanften Hügeln hat es uns angetan", erklärt der Osnabrücker. "Auf dem Rad kann man die Natur am besten genießen. Bei uns findet man so unverbaute Landschaften nur noch selten." Keine vorbeifahrenden Auto stören das Quartett bei seiner Rast in Oderberg. Die Baustelle am Ortseingang hat die Eberswalder Chaussee zur Sackgasse gemacht. Die Radler stört es wenig.

"Die Umgebung unterscheidet sich völlig von der, die man bei uns zu Hause erlebt, es ist wirklich schön.", meint Phillip Frässle, der mit seiner Frau Silvia und Sohn Lars gerade das Kloster Chorin bestaunt, in dem im selben Moment eine ganze Reisegruppe ankommt. Er schwärmt weiter: "Die ganzen Seen und Alleen - herrlich!" Die Familie aus Schaffhausen in der Nähe der Schweizer Grenze ist für eine Woche bei Verwandten in Zepernick zu Besuch und ist das erste Mal in Barnim unterwegs. Bisher haben sie schon das Schiffshebewerk besichtigt und die Gegend mit dem Fahrrad erkundet. "Wenn das Wetter in den nächsten Tagen besser wird, werden wir bestimmt noch ein Bad im Werbellinsee nehmen."

Auf dem Schiffshebewerk sehen sich Erna und Wilfried Mußdorf die vielen Schiffe und Boote an, die hier täglich geschleust werden. Das Paar ist zwar aus der Region, aber die Strausberger haben gerade Besuch aus Bayern und Berlin, denen sie unbedingt Eberswalde und die umliegenden Orte zeigen wollen. Sie selbst kommen regelmäßig hierher, um von dem riesigen Stahlkoloss die wunderbare Aussicht zu genießen. "Mein erster Schiffshebewerk-Besuch liegt schon viele Jahre zurück, das war im Jahr 1961. Seitdem komme ich alle zwei bis drei Jahre her", sagt Wilfried Mußdorf begeistert.

Wie rund 80 000 andere Hebewerk-Besucher pro Jahr lässt es sich auch Iris Eckert aus dem sächsischen Plauen nicht nehmen, mit ihrem Vater Wolf-Dietrich Eckert aus Basdorf die Aussicht zu genießen. Für insgesamt sechs Tage hat sich die 45-jährige Lehrerin mit ihrem Sohn eine Ferienwohnung in Wandlitz genommen, um den Barnim zu erkunden.

Neben einem Besuch im Eberswalder Zoo hat sie noch einen ganz speziellen Wunsch. "Sehr gerne würde ich auch mal einen schönen Wildbraten probieren. In der Schorfheide müsste es doch genügend Wild geben.Können Sie mir da was empfehlen?"


Thomas Burckhardt und Melanie Gollin / MOZ

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