Der bekannte Eberswalder Wissenschaftler, Prof. Dr. sc. Werner Ebert, feiert heute seinen 80. Geburtstag. Im sächsischen Lößnitz geboren, begann sein beruflicher Werdegang nach dem 2. Weltkrieg mit einem kurzen Intermezzo als Neulehrer bevor er ein Studium (1949-1953) an der Technischen Universität Dresden, Fakultät für Forstwirtschaft, in Tharant aufnahm. Am Beginn seiner wissenschaftlichen Entwicklung (1963) stand die Promotion (Dr. rer. silv.) an der Forstlichen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin mit einem Thema zum Auftreten des Kiefernspanners.
Als wissenschaftlicher Mitarbeiter und später als Leiter der Hauptstelle für Forstlichen Pflanzenschutz wirkte er bis 1970 am Institut für Forstwissenschaften Eberswalde und befasste sich mit statistisch begründeten Verfahren zur Überwachung forstlicher Schaderreger. Mit diesen Erfahrungen leitete er nach seiner Berufung im Jahr 1971 zum Leiter, später zum Direktor, den Bereich Eberswalde des Instituts für Pflanzenschutzforschung Kleinmachnow. Unter seiner Leitung wurden Verfahren zur repräsentativen Überwachung für rund 90 Schaderreger der Feldfrüchte auf der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche der DDR ausgearbeitet. Die Methoden bewährten sich über zehn Jahre im Praxiseinsatz. Seit Mitte der 70er bis Ende der 80er Jahre wurden im Eberswalder Institut aktuelle Vorhersagen für alle wichtigen Schaderreger den Pflanzenschutzämtern der Bezirke bereitgestellt. Die Verfahrensprinzipien der Schad-erregerüberwachung könnten noch heute als Beispiel für eine erfolgversprechende ökologische Umweltbeobachtung in Deutschland dienen.
Bereits in den 70er Jahren initiierte Ebert zahlreiche Forschungsarbeiten, forcierte auf dieser Grundlage die Kooperation mit dem Zentralinstitut für Kybernetik der Akademie der Wissenschaften der DDR und baute erfolgreich die Forschungsrichtung zur Agro-Ökosystem-Modellierung auf. Die Prognoseempfehlungen der Eberswalder Wissenschaftler trugen wesentlich zur Reduzierung chemischer Pflanzenschutzmaßnahmen in der DDR bei.
Eine große Anzahl von Publikationen zeugen sowohl von Eberts theoretischen Forschungsergebnissen als auch von seinem Wirken für nutzbringende praktische Applikationen. Im Jahr 1979 promovierte Ebert mit der Dissertation B zum "Dr. sc. agr." an der Akademie der Landwirtschaftswissenschaften der DDR. Er wirkte in zahlreichen nationalen und internationalen wissenschaftlichen Gremien. In Anerkennung seiner wissenschaftlichen Leistungen erfolgte im Jahr 1979 seine Berufung zum Professor der Akademie und 1986 als Korrespondierendes Mitglied. Schließlich wurde ihm 1984 der Nationalpreis für Wissenschaft und Technik verliehen.
Schon aus der Zeit vor dem Studium fühlte sich Ebert besonders eng mit der Entomologie verbunden. Er befasste sich mit einer Schmetterlingsfauna der Oberlausitz, gründete entomologische Fachgruppen und leitete über 10 Jahre den Zentralen Fachausschuss Entomologie im Kulturbund der DDR. Langjährig wirkte er als Chefredakteur der "Beiträge zur Entomologie".
Nach der Auflösung des Institutes für Pflanzenschutzforschung und seiner späteren teilweisen Eingliederung in die Biologische Bundesanstalt bemühte sich Ebert um die Wiedergründung des Deutschen Entomologischen Instituts (DEI) aus der ehemaligen Abteilung Taxonomie und Systematik der Insekten. So war es nicht überraschend, dass er der Geschäftsführende Direktor des neu gegründeten DEI wurde. Mit dem gewohnten Engagement leitete er das Institut bis zu seinem Eintritt in den Vorruhestand 1991.
Der "Ruhestand" währte nicht lange. Ebert erschloss sich im Bunde mit gleichgesinnten Kollegen ein neues Betätigungsfeld auf dem Gebiet des fachbezogenen Tourismus. Mit hoher Arbeitsintensität engagiert er sich für die "Märkische Eiszeitstraße", wo er seine Erfahrungen einbrachte und mit seinem Hobby, der Naturfotografie, verband. Inzwischen sind seine reichen Erfahrungen in umfängliche Publikationen eingeflossen und zu regionalen Bestsellern geworden. Sie sind eindrucksvoll mit eigenen Fotos von Natur und Landschaft gestaltet, die seine enge Naturverbundenheit dokumentieren.
Schöpferisches Tätigsein war und ist Eberts Lebenselixier. Mehrfach stellte er sich neuen Herausforderungen. Der 80. Geburtstag ist ein schöner Anlass, die Glückwünsche mit einem Dank für sein Wirken zu verbinden. Seine ehemaligen Mitarbeiter und jetzigen Mitstreiter wünschen dem Jubilar noch viele Möglichkeiten, seine Erfahrungen und sein Wissen weiterzugeben.
Der bekannte Eberswalder Wissenschaftler, Prof. Dr. sc. Werner Ebert, feiert heute seinen 80. Geburtstag. Im sächsischen Lößnitz geboren, begann sein beruflicher Werdegang nach dem 2. Weltkrieg mit einem kurzen Intermezzo als Neulehrer bevor er ein Studium (1949-1953) an der Technischen Universität Dresden, Fakultät für Forstwirtschaft, in Tharant aufnahm. Am Beginn seiner wissenschaftlichen Entwicklung (1963) stand die Promotion (Dr. rer. silv.) an der Forstlichen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin mit einem Thema zum Auftreten des Kiefernspanners.
Als wissenschaftlicher Mitarbeiter und später als Leiter der Hauptstelle für Forstlichen Pflanzenschutz wirkte er bis 1970 am Institut für Forstwissenschaften Eberswalde und befasste sich mit statistisch begründeten Verfahren zur Überwachung forstlicher Schaderreger. Mit diesen Erfahrungen leitete er nach seiner Berufung im Jahr 1971 zum Leiter, später zum Direktor, den Bereich Eberswalde des Instituts für Pflanzenschutzforschung Kleinmachnow. Unter seiner Leitung wurden Verfahren zur repräsentativen Überwachung für rund 90 Schaderreger der Feldfrüchte auf der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche der DDR ausgearbeitet. Die Methoden bewährten sich über zehn Jahre im Praxiseinsatz. Seit Mitte der 70er bis Ende der 80er Jahre wurden im Eberswalder Institut aktuelle Vorhersagen für alle wichtigen Schaderreger den Pflanzenschutzämtern der Bezirke bereitgestellt. Die Verfahrensprinzipien der Schad-erregerüberwachung könnten noch heute als Beispiel für eine erfolgversprechende ökologische Umweltbeobachtung in Deutschland dienen.
Bereits in den 70er Jahren initiierte Ebert zahlreiche Forschungsarbeiten, forcierte auf dieser Grundlage die Kooperation mit dem Zentralinstitut für Kybernetik der Akademie der Wissenschaften der DDR und baute erfolgreich die Forschungsrichtung zur Agro-Ökosystem-Modellierung auf. Die Prognoseempfehlungen der Eberswalder Wissenschaftler trugen wesentlich zur Reduzierung chemischer Pflanzenschutzmaßnahmen in der DDR bei.
Eine große Anzahl von Publikationen zeugen sowohl von Eberts theoretischen Forschungsergebnissen als auch von seinem Wirken für nutzbringende praktische Applikationen. Im Jahr 1979 promovierte Ebert mit der Dissertation B zum "Dr. sc. agr." an der Akademie der Landwirtschaftswissenschaften der DDR. Er wirkte in zahlreichen nationalen und internationalen wissenschaftlichen Gremien. In Anerkennung seiner wissenschaftlichen Leistungen erfolgte im Jahr 1979 seine Berufung zum Professor der Akademie und 1986 als Korrespondierendes Mitglied. Schließlich wurde ihm 1984 der Nationalpreis für Wissenschaft und Technik verliehen.
Schon aus der Zeit vor dem Studium fühlte sich Ebert besonders eng mit der Entomologie verbunden. Er befasste sich mit einer Schmetterlingsfauna der Oberlausitz, gründete entomologische Fachgruppen und leitete über 10 Jahre den Zentralen Fachausschuss Entomologie im Kulturbund der DDR. Langjährig wirkte er als Chefredakteur der "Beiträge zur Entomologie".
Nach der Auflösung des Institutes für Pflanzenschutzforschung und seiner späteren teilweisen Eingliederung in die Biologische Bundesanstalt bemühte sich Ebert um die Wiedergründung des Deutschen Entomologischen Instituts (DEI) aus der ehemaligen Abteilung Taxonomie und Systematik der Insekten. So war es nicht überraschend, dass er der Geschäftsführende Direktor des neu gegründeten DEI wurde. Mit dem gewohnten Engagement leitete er das Institut bis zu seinem Eintritt in den Vorruhestand 1991.
Der "Ruhestand" währte nicht lange. Ebert erschloss sich im Bunde mit gleichgesinnten Kollegen ein neues Betätigungsfeld auf dem Gebiet des fachbezogenen Tourismus. Mit hoher Arbeitsintensität engagiert er sich für die "Märkische Eiszeitstraße", wo er seine Erfahrungen einbrachte und mit seinem Hobby, der Naturfotografie, verband. Inzwischen sind seine reichen Erfahrungen in umfängliche Publikationen eingeflossen und zu regionalen Bestsellern geworden. Sie sind eindrucksvoll mit eigenen Fotos von Natur und Landschaft gestaltet, die seine enge Naturverbundenheit dokumentieren.
Schöpferisches Tätigsein war und ist Eberts Lebenselixier. Mehrfach stellte er sich neuen Herausforderungen. Der 80. Geburtstag ist ein schöner Anlass, die Glückwünsche mit einem Dank für sein Wirken zu verbinden. Seine ehemaligen Mitarbeiter und jetzigen Mitstreiter wünschen dem Jubilar noch viele Möglichkeiten, seine Erfahrungen und sein Wissen weiterzugeben.
Der bekannte Eberswalder Wissenschaftler, Prof. Dr. sc. Werner Ebert, feiert heute seinen 80. Geburtstag. Im sächsischen Lößnitz geboren, begann sein beruflicher Werdegang nach dem 2. Weltkrieg mit einem kurzen Intermezzo als Neulehrer bevor er ein Studium (1949-1953) an der Technischen Universität Dresden, Fakultät für Forstwirtschaft, in Tharant aufnahm. Am Beginn seiner wissenschaftlichen Entwicklung (1963) stand die Promotion (Dr. rer. silv.) an der Forstlichen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin mit einem Thema zum Auftreten des Kiefernspanners.
Als wissenschaftlicher Mitarbeiter und später als Leiter der Hauptstelle für Forstlichen Pflanzenschutz wirkte er bis 1970 am Institut für Forstwissenschaften Eberswalde und befasste sich mit statistisch begründeten Verfahren zur Überwachung forstlicher Schaderreger. Mit diesen Erfahrungen leitete er nach seiner Berufung im Jahr 1971 zum Leiter, später zum Direktor, den Bereich Eberswalde des Instituts für Pflanzenschutzforschung Kleinmachnow. Unter seiner Leitung wurden Verfahren zur repräsentativen Überwachung für rund 90 Schaderreger der Feldfrüchte auf der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche der DDR ausgearbeitet. Die Methoden bewährten sich über zehn Jahre im Praxiseinsatz. Seit Mitte der 70er bis Ende der 80er Jahre wurden im Eberswalder Institut aktuelle Vorhersagen für alle wichtigen Schaderreger den Pflanzenschutzämtern der Bezirke bereitgestellt. Die Verfahrensprinzipien der Schad-erregerüberwachung könnten noch heute als Beispiel für eine erfolgversprechende ökologische Umweltbeobachtung in Deutschland dienen.
Bereits in den 70er Jahren initiierte Ebert zahlreiche Forschungsarbeiten, forcierte auf dieser Grundlage die Kooperation mit dem Zentralinstitut für Kybernetik der Akademie der Wissenschaften der DDR und baute erfolgreich die Forschungsrichtung zur Agro-Ökosystem-Modellierung auf. Die Prognoseempfehlungen der Eberswalder Wissenschaftler trugen wesentlich zur Reduzierung chemischer Pflanzenschutzmaßnahmen in der DDR bei.
Eine große Anzahl von Publikationen zeugen sowohl von Eberts theoretischen Forschungsergebnissen als auch von seinem Wirken für nutzbringende praktische Applikationen. Im Jahr 1979 promovierte Ebert mit der Dissertation B zum "Dr. sc. agr." an der Akademie der Landwirtschaftswissenschaften der DDR. Er wirkte in zahlreichen nationalen und internationalen wissenschaftlichen Gremien. In Anerkennung seiner wissenschaftlichen Leistungen erfolgte im Jahr 1979 seine Berufung zum Professor der Akademie und 1986 als Korrespondierendes Mitglied. Schließlich wurde ihm 1984 der Nationalpreis für Wissenschaft und Technik verliehen.
Schon aus der Zeit vor dem Studium fühlte sich Ebert besonders eng mit der Entomologie verbunden. Er befasste sich mit einer Schmetterlingsfauna der Oberlausitz, gründete entomologische Fachgruppen und leitete über 10 Jahre den Zentralen Fachausschuss Entomologie im Kulturbund der DDR. Langjährig wirkte er als Chefredakteur der "Beiträge zur Entomologie".
Nach der Auflösung des Institutes für Pflanzenschutzforschung und seiner späteren teilweisen Eingliederung in die Biologische Bundesanstalt bemühte sich Ebert um die Wiedergründung des Deutschen Entomologischen Instituts (DEI) aus der ehemaligen Abteilung Taxonomie und Systematik der Insekten. So war es nicht überraschend, dass er der Geschäftsführende Direktor des neu gegründeten DEI wurde. Mit dem gewohnten Engagement leitete er das Institut bis zu seinem Eintritt in den Vorruhestand 1991.
Der "Ruhestand" währte nicht lange. Ebert erschloss sich im Bunde mit gleichgesinnten Kollegen ein neues Betätigungsfeld auf dem Gebiet des fachbezogenen Tourismus. Mit hoher Arbeitsintensität engagiert er sich für die "Märkische Eiszeitstraße", wo er seine Erfahrungen einbrachte und mit seinem Hobby, der Naturfotografie, verband. Inzwischen sind seine reichen Erfahrungen in umfängliche Publikationen eingeflossen und zu regionalen Bestsellern geworden. Sie sind eindrucksvoll mit eigenen Fotos von Natur und Landschaft gestaltet, die seine enge Naturverbundenheit dokumentieren.
Schöpferisches Tätigsein war und ist Eberts Lebenselixier. Mehrfach stellte er sich neuen Herausforderungen. Der 80. Geburtstag ist ein schöner Anlass, die Glückwünsche mit einem Dank für sein Wirken zu verbinden. Seine ehemaligen Mitarbeiter und jetzigen Mitstreiter wünschen dem Jubilar noch viele Möglichkeiten, seine Erfahrungen und sein Wissen weiterzugeben.
Gerd Lutze/MOZ
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