Die Arbeiten an Dach und Mauerwerk der Maria-Magdalenen-Kirche sind abgeschlossen. Jetzt soll es an den dritten Bauabschnitt gehen. In den Gewölben zeigen sich von unten und von oben nicht nur viele Risse. Teilweise haben sie sich sogar von der Außenmauer abgelöst.
"Gefahr für Besucher besteht nicht. Die Verbindung der Baukörper muss aber dennoch so schnell wie möglich wieder hergestellt werden", sagt Pfarrer Hanns-Peter Giering. Auf Fördermittel aus dem Stadtsanierungsprogramm kann er nicht hoffen, die dürfen nur für Arbeiten an der Gebäudehülle ausgereicht werden.
"Wir sind jetzt in Verhandlung mit dem kirchlichen Bauamt und werden ganz bestimmt auch wieder auf Spenden angewiesen sein", sagt Giering. Rund 57 000 Euro waren für die beiden ersten Bauabschnitte zusammengekommen. Spender und ausführende Baubetriebe waren jetzt zu einer Dankeschönveranstaltung eingeladen. Gleich in mehreren Gruppen ging es dabei hinauf zum sanierten Dachgewölbe. Die alten Balken, so haben Archäologen herausgefunden, geben der Kirche schon seit ihrer Weihe 1330 ein schützendes Dach. Beim großen Stadtbrand im Jahr 1499 war lediglich der Mittelteil des Dachstuhls ein Opfer der Flammen geworden. Alles andere ist bis in die heutige Zeit erhalten geblieben.
MOZ
<<< zurück

