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11.09.2007

Geopark bekommt neue Schautafeln

Der Erlebnisbereich des Geologischen Gartens wird die Rolle der Eiszeit für Laien noch anschaulicher vermitteln. Dafür sorgen Tafeln, die am Donnerstag, 13. September, um 14 Uhr, drei Tage vorm "Tag des Geotops", mit dem GFZ Potsdam und dem Geo-Garten aufgestellt werden.

In Zusammenarbeit mit Achim Brauer, GeoforschungsZentrum (GFZ) Potsdam, Sektion Klimadynamik und Sedimente und dem Geologischen Garten Stolzenhagen, sind drei farbige wetterfeste Schautafeln entstanden. Damit bekommt der Geogarten im Ortsteil Lunow-Stolzenhagen für seinen Erlebnisbereich einen weiteren Höhepunkt hinzu.

Jonannes Albrecht, Vorsitzender der Stolzenhagener Geo-Gärtner, und Vorstandsmitglied Suzan Gürenci sind sich einig: "Das ist eine wunderbare Sache." Auf den Schautafeln dreht sich alles um die Eiszeitgeschichte. Als Grundlage der Erkenntnisse auf den Schautafeln dient die wissenschaftliche Publikation "Die Bedeutung von OSL-Datierungen feinkörniger Sande für Glazialstratigraphie und Landschaftsentwicklung: Untersuchungsergebnisse aus Stolzenhegen, Nordost Brandenburg". Die OSL-Methode ist die Optisch-Stimulierte-Lumineszensdatierung, mit welcher man bis etwa 150 000 Jahre zurück datieren kann.

Verfasser des Werkes sind neben Achim Brauer und Andrew Murray (Roskilde/Schweden) auch der verstorbene Begründer des Geologischen Gartens Stolzenhagen, Klaus Tempelhoff.

Immerhin besteht in der Sandgrube von Stolzenhagen die Möglichkeit, die Eiszeitgeschichte der letzten 145 000 Jahre zu studieren. Daher ist diese Grube eine Besonderheit für die Forscher auf diesem Gebiet. Tiefe Einblicke in die hinterlassenen Sedimente, wie in Stolzenhagen, sind nur noch selten möglich. Dazu kommt, der interessierte Laie kann sich an Hand dieser verschiedenen Schichten alles anschaulicher und verständlicher vorstellen.

Johannes Albrecht, Vorsitzender des Vereins, erläutert das Anliegen des Geologischen Gartens in Stolzenhagen: "Eine verständliche Darstellung über das Geschehen in der Eiszeit zu vermitteln, warum und wie das Eis nach Brandenburg gekommen ist, wie es die großen Findlinge zu uns transportierte und wie die Seen, Endmoränen und Berge durch die Gletscher gestaltet wurden."

Mit der Sandgrube und ihren Ablagerungen, dem Findlingslehrpfad, Eiszeitausstellung in der Feldscheune und den Fossilien im Fachwerkhaus (Löwinghus) ist das Anliegen vom Verein hervorragend gelöst worden. Besonders die allgemeinverständliche Art kommt bei den Gästen an.

Besonders attraktiv für Besucher ist auch die Möglichkeit, mitgebrachte oder dort vorhandene Steine selbst zu schleifen und somit in den Stein durch ein Fenster zu schauen. Angeleitet wird das Steineschleifen von ehrenamtlichen Vereinsmitgliedern, unter anderem von Suzan Gürenci.

Der Geologische Garten Stolzenhagen ist somit ein wichtiger Baustein des Geoparks "Eiszeitland am Oderrand". Während am "Tag des Geotops" am Sonntag, 16. September, im Kerngebiet, in Groß Ziethen, eine Fachtagung und verschiedene Exkursionen in die Umgebung stattfinden, sollen die Besucher zum "Tag des Geotops" in Stolzenhagen zu Führungen eingeladen werden.

Unter dem Motto "Auf den Spuren der Eiszeit" werden die interessierten Gäste in die erdgeschichtliche Entwicklung der Region entführt. Solche Fragen wie unter anderem "Was geschah in der Eiszeit?", "Wie nimmt man eine Altersbestimmung der Erdschichten vor?", wird erläutert. Viel Anschauungsmaterial gibt es zu bestaunen.


Udo Kalms/MOZ

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