Oderberger See
Geführte Wanderungen und Radtouren durch den Barnim

News

11.09.2007

Zum Mitmachen und Staunen

Die Erwartungen waren groß. Enttäuscht wurde niemand. Mit 178 Ausstellern und rund 3000 Besuchern haben die vierten Eberswalder Wirtschaftstage (EWITA) neue Maßstäbe gesetzt.

"Wir brauchen uns nicht zu verstecken. Eberswalde hat hervorragende Betriebe und als Industriestandort viel zu bieten", eröffnete Bürgermeister Friedhelm Boginski die diesjährige Leistungsschau der Unternehmerschaft im Familiengarten Eberswalde. Sein besonderer Dank galt den Organisatoren, die mehr als ein Dreivierteljahr mit den Vorbereitungen beschäftigt waren, aber auch den vielen Sponsoren. Landrat Bodo Ihrke zählt EWITA zu den Events im Landkreis. "Wir müssen unsere Kinder nicht mehr in die weite Welt zu einem Ausbildungsplatz schicken. Wir können ihnen jetzt sagen, schaut euch erst einmal in unserer Region um, welche Unternehmen es gibt", wünschte Ihrke der vierten Auflage der Eberswalder Wirtschaftstage viel Erfolg.

Den konnten die Aussteller auf jeden Fall für sich verbuchen. Das Interesse der Eberswalder war groß. Sie sahen sich nicht nur die einzelnen Firmenstände an, sondern ließen sich auch über Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten informieren.

Dass es den Organisatoren des Bündnisses für Fachkräftenachwuchs mit ihrer Aktion ernst ist, zeigte sich auf der Bühne der Stadthalle. Dort erhielten angehende Bänker, Verwaltungsfachangestellte, Tierpfleger, Zimmerleute, Maler und Straßenbauer ihre Ausbildungsverträge. Den ersten Patenschaftsvertrag zwischen einem Betrieb und einem Kindergarten hatten kurz zuvor Walzwerkchef Patrick von Hertzberg und Inka Gesche, Leiterin der "Villa Kunterbunt," unterschrieben. Nur wenige Meter weiter luden zahlreiche Unternehmen, darunter das Klinikum Barnim, das Martin-Gropius-Krankenhaus, die Sparkasse Barnim und Technische Werke zum Informationsgespräch ein. Cook Ma(h)l hieß es am Stand des Waldsolarheims. Zum Blitzmüsli gab es das Rezept gleich dazu.

Am Gemeinschaftsstand der Jungunternehmer an der Kranbaubahn verwandelte Gilbert Bieck mit seinen Kettensägen einen Eichenstamm in einen ansehnlichen Wikinger. Lars Rosenthal beeindruckte die Besucher mit zwei Fahrzeugen, die es wahrlich in sich hatten. Tuningfans kamen da voll auf ihre Kosten. "Wir bieten Extrabauten, Cardesign und das gesamte Tuningprogramm", erklärte der 30-Jährige, der seine Werkstatt seit fünf Jahren an der Eisenwerkstraße in Britz hat.

Wer es vorzog, sich selber zu betätigen, auch dem bot sich bei den Jungunternehmern reichlich Gelegenheit, ob bei Fußball oder Bungeejumpen.

Zu den besonderen Höhepunkten gehörte die feierliche Enthüllung der Barnimsäule am Blechenhaus. Das Netzwerk Metall lieferte die Teile, Metallgestalter Eckhard Herrmann die Idee, Auszubildende des VHS Bildungswerkes die Umsetzung im Maßstab 1:20. "14 Leute waren insgesamt beteiligt. Die meiste Arbeit aber leistete Robert Hörner", lobt Ausbilder Günter Breitkreuz die Arbeit seiner Schüler.

Der als Event der 4. EWITA ausgetragene erste Treppenlauf endete mit zwei beachtlichen Zeiten. Siegerin Carsta Pagel erklomm die 138 Stufen bis zur 28 Meter hohen Plattform des Eberkrans in 43 Sekunden. Christoph Neumann brauchte sogar nur 34 Sekunden. Dafür gab es Schärpe, Borschtelbrot und Karten für das Stadionfest in Berlin.

"Mir hat EWITA sehr gut gefallen. Ich freue mich schon aufs nächste Mal", sagte der Eberswalder Stefan Schröder nach fünf Stunden Bummel über das Ausstellungsgelände.


Monika Schmidt/MOZ

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