Zwei Dependancen gehören zum Verein. Das sind die Büros im Wandlitzer Rathaus mit dem Wandlitzsee vor der Tür sowie im alten Fachwerk-Rathaus am Biesenthaler Markt. Rein territorial erstreckt sich der Verein über die Gemeinde Wandlitz mit ihren Ortsteilen von Schönerlinde bis Prenden und die Orte des Amtes Biesenthal-Barnim von Rüdnitz bis Sydower Fließ, Breydin und Marienwerder.
Waren die Fremdenverkehrsbüros bisher praktisch nur an Werktagen geöffnet, wurden bereits zu Ostern neue Zeichen gesetzt. Ostersonnabend und Ostersonntag waren die Büros besetzt. "Zu Pfingsten werden wir es wieder so handhaben", kündigte der Vereinsvorsitzende Andreas Scharschmidt an.
Darüber hinaus wird daran gearbeitet, die Öffnungszeiten der jeweiligen Spezifik anzupassen. Vor dem Hintergrund, dass in erster Linie Ausflügler aus Berlin in die Region strömen, sind die Wochenenden am wichtigsten. So soll künftig sonnabends regelmäßig stundenweise geöffnet sein. Der Sonntag sei natürlich auch sehr wichtig, nur lasse es die Personalsituation noch nicht zu, regelmäßig zu öffnen, erläuterte Andreas Scharschmidt.
Man will sich aber nicht mit den Tagesgästen begnügen. Auch die Übernachtungszahlen sollen deutlich steigen. Das ehrgeizige Ziel ist, Berlin-Besucher, die aus dem ganzen Bundesgebiet kommen, in der Barnim zu holen. Bis dahin sei es aber noch ein weiter Weg, so der Vereinsvorsitzende bei der Vorstellung des Arbeitsplans vor dem Amtsausschuss Biesenthal-Barnim.
Eine modernisierte Internetpräsenz soll helfen, viele potenzielle Gäste auf die Region aufmerksam zu machen. Insbesondere versteht sich der Verein auch als touristisches Netzwerk für Hotels, Pensionen, Gaststätten sowie Veranstalter und den Einzelhandel. Der Veranstaltungskalender auf der Internetseite www.barnim-tourismus.de kann tagfertig aktualisiert werden. Inwieweit aber das Internet sowie die Vermittlung der Büros in Wandlitz und Biesenthal Gäste in die Region holen, sei momentan schwer nachzuweisen. Das soll sich ändern, damit Schwachpunkte besser erkannt werden können, kündigte Scharschmidt an.
Der Tourismusverein Naturpark Barnim begleitet auch große Höhepunkte, wie zum Beispiel die 750-Jahrfeier in Biesenthal. Zur Zugtaufe eines ODEG-Zuges mit dem Namen Naturparkstadt Biesenthal anlässlich der Übergabe der erneuerten Bahnhofstraße am 10. Mai werde es ein "Touristoffice" am Biesenthaler Bahnhof geben. Und am 26. April lädt der Verein zum Brandenburger Fahrradfrühling ein.
Offensichtlich wurde das Engagement des Vereins honoriert. Die Mitgliederzahl ist steigend, so Werner Boschitsch, Vertreter des Amtes Biesenthal-Barnim im Vorstand. Derzeit sind 120 in der Mitgliederkartei eingetragen. Die Arbeit des Wandlitzer Büros wird am kommenden Dienstag mit der Verleihung des Siegels "Anerkannte Touristinformationsstelle" anerkannt.
Brigitte Horn/MOZ
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