Seit Dezember 1990 ist das Biosphärenerservat von der UNESCO anerkannt) Biosphäre = Lebensraum
Das BR Schorfheide – Chorin ist eine Jungmoränenlandschaft des Pleistozän. Im offenen Offene Nordteil gibt es bessere Böden. Der geschlossene Südteil ist die Schorfheide mit mehr als 230 Seen mit einer Gesamtwasserfläche von 9040 ha und über 2000 Kleingewässern und Mooren. Diese nehmen wegen des Klimawandels ständig ab.
Im Gebiet des BR lebten 1990 pro km² 27 Ew.
2007pro km² 25 Ew.
Die Tiervielfalt reicht vom See, – Schrei und Fischadler über die europäische Sumpfschildkröte, Biber, Fischotter, 17 Fledermausarten, Uhu, zur Zeit noch alle Wildarten, Marder, Rohrdommel, Baum – und Steinmarder bis zum Hermlin.
Zur Zeit arbeiten 17 Personen auf den verschiedensten Gebieten in der Verwaltung, Forstwirtschaft, Gewässerschutz, Regionalentwicklung, LW – Aspekte, Tourismus, Arten – und Biotopschutz, Gebietsplanung und Entsieglungsmaßnahmen, sowie die Betreuung der Naturwachtmitarbeiter, die u.a. für Artenschutz, Erfassung der Tiernachkommen, monatliche Wasserstandsmessungen und Mähen von Orchideenflächen zuständig zeichnen (z.Z. noch 21 MA, bald nur noch 12 für 1.300 km² !)
Forschungsarbeiten waren zum Beispiel:
- Naturschutz auf landwirtschaftlich genutzten Flächen über 4 Jahre
- Buchenwaldprojekte u.a. im Eberswalder Raum
- Biodisversitätsprojekt an 3 Standorten in Dtl. – Beziehung aller Lebewesen auf über 1.000 Standorten pro Ort mit GPS – Einmessung (östlich der BAB A11 mit einer 12 – jährigen Laufzeit
Die Blumberger Mühle an den Blumberger Fischteichen bietet wöchentlich Naturwachtführungen an.
Es gibt ein Prüfzeichen, jetzt Prüfsiegel für Unternehmen im Biosphärenreservat, welche ein Qualitätsmerkmal für landwirtschaftliche Produkte darstellen und an den 80 Unternehmen im BR mit Vernetzung beteiligt sind.
Probleme:
- überregionale Planungsmaßnahmen wie die 380 KV – Leitung von Wattenfall, welche die Leitung quer durch das BR führen wollten
- Schiffshebewerksneubau am Oder – Havel – Kanal mit Verbreiterung des Kanals und neuen Ausweichstellen
- Forderung nach Ausgleich, wenn Maßnahmen im BR durch Firmen getätigt werden müssen – Entsiegelung von Altbauflächen
- Rad – und Wanderwegsroutenplanungen durch Verwaltungen stimmen oft nicht mit der Realität überein
- Laubbaumabholzungen haben zur Folge, dass 3 neue Bäume gepflanzt werden müssen um die gleiche Menge Sauerstoff zu produzieren
- Biogasanlagen, so gut die Idee ist, aber wo bleibt die Gülle und des entsteht eine Monokulturwirtschaft, Verarmung der Arten – es sind also nur punktuelle Lösungen möglich!
Zur Geschichte vom Beginn des weltweiten Umweltschutzes
Seit 1968 denkt man intensiv über die Umwelt - Nutzung des Globus ohne ihn kaputt zu machen nach. Zu dieser Zeit war die Forschung SP.1970 wurde von der UNESCO das MAB – Programm /Mensch – Biosphäre, als erstes zwischenstaatliches Umweltprogramm aufgelegt.
1972 trat die BRD diesem Programm bei, 1974 war es die DDR.
1974 wurde ein Sonderarbeitsprogramm mit der Idee der Weltvernetzung ins Leben gerufen, mit der Aufgabe Schutz der Ressourcen, Beobachtung der Umwelt, Umweltbildung und Informationsaustausch.
Das erste weltweite Biosphärenreservat gab es 1979 in der DDR im Vessertal!
In den MAB – Programmen stand der Naturschutz im Mittelpunkt.
Bereits Mitte der 80 – ziger Jahre wurde durch die Pro Harlem Grundland (ehemalige norwegische Umweltministerin) Kommission schriftlich der Klimawandel zu Papier gebracht.
1992 gab es in Rio de Janeiro die erste weltweite Umweltkonferenz zum SP nachhaltige Entwicklung.
In Deutschland gibt es 14 Biosphärenreservate.
1995 wurde in Sevilla Dtl. als Vorbild im Bereich grenzüberschreitende Schutzgebiete dargestellt.
Die UNESCO hat 189 Mitgliedsstaaten, davon haben ca. 140 MAB – Programme. Ca. 100 Staaten haben über 500 BR.
Einer der größten Sponsoren ist der größte Motorenhersteller der Welt – Honda.
Hervorzuheben ist das Klimafolge Forschungsinstitut in Potsdam als größtes und modernstes der Welt.


